Diagnose FSME. Oder… August 2018 – die letzte Zecke war schlecht.
Hitzesommer 2018. Wandern in der Fränkischen. Und eigentlich hab ich nicht sehr viele von denen. Eine kleine Zecke und direkt ein Volltreffer. Ein Rondevouz mit dem Tod? Oder einfach „nur“ eine Grippevariable?

Die ersten unklaren, seltsamen Symptome kamen sehr schnell, etwa nach 2 Tagen, da das Virus bei mir direkt ins Nervensystem gewandert ist. Dauer-Grundangepisst, also so richtig und ohne Grund, erste unklare Schwächeanfälle und kein Bock mehr auf laufen. Bei mir ist das nicht normal. Nach 7 Tagen dann hohes Fieber, unglaublich starke Kopfschmerzen, die nicht mit IBU zu bändigen waren und Nackenschmerzen. Erst dachte ich an eine Grippe. Als dann nach ein paar Tagen aber keine Schnupfen, Husten oder Halsweh dazu kam, kam direkt die Vermutung und nach einer Woche die Erkenntnis – FSME, ich habs doch tatsächlich geschafft. Und ein bisschen Panik. Für viel Panik war ich allerdings zu schwach. Und so kamen die Viren über mich mit einem Verlauf fast nach Lehrbuch. Zahlen sprechen von 1% Letalität (Tödlichkeit) und 5-10% mit Komplikationen und bleibenden Schäden. (was meine bleibenden Schäden betrifft, mag jeder seine eigene Meinung haben…)

Die Haut brennt wie Feuer

Ein sehr ausgeprägtes Symptom war ein unglaublich starkes Brennen auf der ganzen Haut. So als ob man in Säure baden würde. Auch diese Symptome waren mit IBU nicht zu bändigen. So machte ich mich auf, fiebrig, schwach, voller Schmerzen von Kopf bis Fuß, ja der ganze Körper war ein einziger Schmerzherd, Schmerzen in Variationen, die ich bis dahin und auch von einer Virusgrippe nicht kannte, … auf in den Wald. 1 Stunde für sonst 10 Minuten. Ich zog mich aus und legte mich mit nackten Oberkörper auf die kühle Erde um mir etwas Linderung zu verschaffen.

Möglicherweise war das aber eine positive Reaktion, das der Virus über die Haut nach aussen reagiert hat.

Mit Selbstdiagnose zum Arzt

Erst nach einer Woche mit starken Symptomen bewegte ich mich zum Arzt direkt mit der Diagnose. Dieser sah mich mit großen Augen ungläubig an und wollte mir erst  eine Borreliose verkaufen. Ein Test hat ihn aber doch überzeugt. Naja, so kam es das der Arzt erstmal mehr Panik hatte als ich. Er schickte mich ins Krankenhaus. Brav wie ich manchmal bin, hab ich das getan. Ein junger Arzt. Hat mir eine Lumbalpunktion zur Diagnose angeboten. Aber therapeutisch kann man nix machen außer symptomatisch behandeln. Aufgrund der noch höheren Risiken einer weiteren Infektion hab ich dankend abgelehnt und beschlossen, das Biest zu Hause auszusitzen.

Nach ca einer Woche gingen die Beschwerden lehrbuchmäßig zurück, um ein paar Tage später mit den nächsten Schüben weiter zu machen. Die heftigen Kopfschmerzen waren weg. Es ging weiter mit Nackensteifheit und Symptomen im Nervensystem. Weiter das Hautbrennen, extreme Schwäche, selbst das aufs Klo gehen war eine Herausforderung. Schwierigkeiten mit sprechen und laufen. Ich war sogar zu schwach zum lesen.

5 Wochen abgeschnitten von der Aussenwelt

Und da lag ich nun, insgesamt 5 Wochen, abgetrennt vom Leben, von der Außenwelt, unfähig zu kommunizieren. Zwischen Hoffnung, Depression und Panik, das nun alles vorbei war, wo doch mein Leben gerade erst neu begonnen hatte, ich mir was aufgebaut habe. Ich war allein. Das einzige Highlight waren die Trips in den Wald, mühsam aber heilsam zumindest für das Gemüt.

Die Symptome spitzten sich so zu das ich eines schönen Sonntags meine Sachen packte und beschloss, wenn jetzt keine Wunder passiert, dann freiwillig Krankenhaus. Da werd ich zumindest versorgt.

Erleichterung und neue Hoffnung

Da rief mich mein Freund Medizinmann an und sagte: nimm doch einfach mal die FSME-Nosode (Homöopatisch aufbereiteter FSME-Virus). Naja was solls, is eh wurscht. Ich habs getan. Und ein fast unglaubliches Wunder nahm seinen Lauf. In Minutenschnelle spürte ich wie sich das Virus ein Stück weit aus dem Nervensystem zurück zog. Ich heulte vor Erleichterung, weil ich nicht mehr an eine Heilung geglaubt hab. Neue Hoffnung war geboren.

Es dauerte noch eine Woche bis ich wieder stabilisiert war, die Symptome sich zurückgezogen hatten. Aber natürlich noch immer schwach. 2 Wochen später war ich wieder einigermaßen einsatzbereit für das normale Dasein.

Reinigungsreaktionen des Körpers

Es sollte aber noch etwa ein Jahr dauern bis mein Körper wieder die alte Kraft hatte. Bis dahin hab ich mir jeden Virus eingefangen, der so im Umlauf war, verschiedene Grippen mit viel Schmodder, der aus dem Körper raus wollte. Ich hab es allerdings als sehr reinigend empfunden. Nebenbei lernte ich eine etwas andere Art der Heilarbeit, die sonst nicht sehr anerkannt ist, aber dennoch wirkungsvoll.

Neubeginn

Jedenfalls bin ich dem Leben sehr dankbar das ich noch eine Chance bekommen habe, das FSME wieder vollständig ausgeheilt ist und ich nun meine Berufungen zum Beruf machen darf.

Danke Leben, danke Verbündete. Ich bin nun naturgeimpft. Heißt .. einmal FSME, nimmer FSME. Und heißt auch – ab sofort kann ich meine Leben auf baren Füßen genießen, frei von Angst durchs Unterholz kriechen, durch die Wälder wandern und einfach SEIN und EINFACH sein.

Yvonne.

Update Juni 2020

Ich hatte ja geschrieben 1mal durch – Immunität. Das schulmedizinische Lehrbuch sagt das so. Ja und dann kam Zecke Nummer weiß ich nicht. Die Beißerchen blieben in der Haut stecken. Gleich ein paar Tage später dann… Fußsohlenbrennen, schmerzhaft steifer Nacken, leichte Temperatur, Gliederschmerzen, Hautbrennen… naja was das bedeutet war mir sehr schnell klar.

FSME die 2. Leichte Panik die dann sehr schnell der Akzeptanz wich. Diesmal reagiere ich schneller mit Selbsttherapie. Gleich die Nosode rein. Und tatsächlich – wirkt wieder sofort und mildert die Symptome ab. Ich nahm mir eine Woche Arbeitsfrei. Saß viel draußen. War schon sehr schwach aber der Verlauf ist dennoch viel milder als beim letzten Mal. Keine weiteren Ausfälle oder Abnormitäten. Und so ging ich durch den Schub mit Nosode, Klangfrequenzen, Ruhe, und pflanzlich-homöopathischen Mitteln. Dennoch dauert es ca 4-5 Wochen bis die alte Kraft wieder hergestellt ist.

In der energetischen Medizin gelten Zecken wie auch Mücken auch als menschliche oder energetische Blutsauger, die einem Energie rauben.