Höchste Höhen, Tiefste Tiefen. Weltenwandler kennen es. Unendlichkeit, frei von Raum und Zeit. Durch Welten und Zeiten, um verschiedene Aufgaben zu bewältigen, Probleme zu lösen, Dinge aus anderen Perspektiven zu sehen und andere Lösungsansätze mitbringen. Das Bewusstsein, losgelöst vom physischen Körper im wertfreien Raum. Spätestes dann weißt du: für einen ordentlichen Jetlag braucht man nicht immer ein Flugzeug.

Dann ist es höchste Zeit für Erde, Körper, spüren. Bei aller Freiheit hat eben der physische Körper auch noch ein Wörtchen mitzureden.

So laufe ich des Abends mit nackten Füßen durch den Eibenwald, klettere über Wurzeln und Steine, bade im regenfeuchten Laubbett. Wie riecht Laub und Erde? Schon lange habe ich die Sinne und die Landschaft nicht mehr so intensiv wahrgenommen. Ich genieße das Spüren. Die intensiven Farben, das Fließen des Baches. Eingetaucht in den Rausch der Sinne. Leben hier auf dieser Erde, unsere Sinne, was für ein Geschenk. Es ist unumstritten, das die Kraft der Erde uns nährt, damit wir wachsen können. Leben können.

Vater Himmel, Mutter Erde, ich verstehe, mehr und mehr. Große Höhen brauchen starke Wurzeln hier auf dieser Erde wenn man ein menschliches Wesen ist, wer könnte uns das besser lehren als Mama Gaia persönlich. Die starke Verbindung zwischen unten und oben, oben und unten, zusammenfließend im Juwel unseres Herzens. Mensch sein und Leben bekommen eine neue Bedeutung wenn wir uns auf den Tanz der Polarität einlassen. Die polaren Kräfte sind Grundvoraussetzung für die Balance des Lebens.

Es ist gut, Dinge aus verschiedenen Perspektiven anzusehen. So ändert sich auch oft das Gewicht der Probleme.

© Yvonne Wildnatur