Man könnte glauben, es gäbe nur noch ein Thema, nur noch ein Problem auf dieser Welt. Es hat sich die Krone aufgesetzt und möchte die Weltherrschaft. Pinki und Brain arbeiten fleißig daran. Sie teilen die Menschen in verschiedene Lager, schüren Angst und einen Krieg gegen die menschliche Gesellschaft. Ablenkung. Zwischen Macht, Gier und Panik, manipulierte Medien, Angst vor Tod und Teufel muss man aufpassen, sich nicht mit rein ziehen zu lassen in einen blinden Sumpf von Urteilen. Wenn man mitten drin sitzt, kann man nicht klar sehen und schon gar nicht mehr gut atmen. Das sollte jeden klar sein. Wer hat schonmal versucht inmitten einer Meute das Ziel, eine Bühne oder sonstwas zu erkennen? Es geht nicht. Es liegt in der Natur der Sache, das man in Mitten der Meute nur Köpfe und Körper sieht, weil man die Glubscher schwer auf den Kopf setzen kann. Sie haben kein Verlängerungskabel aus den Höhlen raus. Die Luft ist dick und verbraucht da drin. Nein, um zu sehen, um zu Atmen!, muss man sich schonmal komplett aus der Masse raus bewegen. Etwas Abseits, vielleicht auf eine Erhöhung und das theatralische Treiben mal von Aussen betrachten.

Die Probleme unserer modernen Gesellschaft sind zahlreich und beschränken sich mit Sicherheit nicht auf einen Virus. Aber er ist ein perfekter Sündenbock zur Ablenkung von echten  Problemen. Umweltverschmutzung, Macht, Gier, Hass. Ausbeutung sämtlicher Ressourcen – menschliche, wirtschaftliche, natürliche. Und nur, um Reiche immer Reicher zu machen, nach mir die Sintflut. Die Folge? Wir brennen aus. Fühlen uns leer. Global. Killer Nr. 1 ist Dauerstress und seine  tödlichen Folgen, nicht Corona. Nicht nur punktuell. Die Böden sind ausgelaugt, das Wasser dieser Erde zieht sich langsam aber sicher zurück. Wir vertrocknen, die Erde vertrocknet, so wie die Schleimhäute der Lungen bei Corona. Ist es vielleicht möglich, hier einen Zusammenhang zu erkennen? Gesunde Kreisläufe sehen anders aus.

Wenn man sich der Sache ganzheitlich nähert, werden interessante Zusammenhänge wach, über die man nachdenken kann. Es ist Zeit, das sich grundlegend was ändert, sonst rennen wir die nächsten Jahrtausende weiter im gleichen bekloppten Rad von Macht und Abhängigkeit, Opfer und Täterspielchen nur mit immer anderen Darstellern. Wir überleben das nicht, die Erde schon. Wir verurteilen heute Sklaverei, aber was haben wir? Genau das Gleiche wie eh und je, anders verpackt. Und immer, wenn die Gesellschaft in Gänze über die Strenge schlug, kam eine Krankheit als Massenphänomen, und die Medizin, die den Körper mechanistisch isoliert betrachtete, versagte. Um nur einige zu nennen – Pest, HIV, Syphilis, Tuberkulose, Corona… was kommt als nächstes?

Was lernen wir dabei von Corona? Man muss nicht groß sein um die Welt zu verändern, auch im positiven Sinne, nur viele. Wir müssen nur die Krone aufsetzen und gehen. Krönchen ist schlau. Kaum seinen Erschaffern entronnen, schon selbstständig und selbsttätig handelnd. Selbstständigkeit und Selbstverantwortung täte auch dem Menschen selbst ganz gut. Eine Krone scheißt auf ach so moderne medizinische Errungenschaften wie Impfungen, geht´s ihr an den Kragen, verändert sie sich und ihre Wirte. So wie schon viele andere vor ihr, nur besser, schlauer.

Wir befinden uns global gesehen an einer Schwelle, wo Leben und Tod nah zusammen liegen. Außer vielen massiven Problemen gibt es zahlreiche erstaunliche, gute Bewegungen, schon seit einigen Jahrhunderten und es werden immer mehr. Die Entdecker lebensfördernder Projekte leben meist sehr nah an der Schwelle des Todes. Damals als Ketzer verbrannt, heute Mundtod gemacht, geächtet, verlacht, verhöhnt und ausgestoßen aus den Reihen der Gesellschaft. Von den Großen, die Angst um ihren Reichtum und ihr Ego haben. Um ihr Monopol.

So wird es höchste Zeit, zurückzukehren, zu der Ressource, die uns wirklich nährt. Unsere Erde mit ihren Lebewesen, die lange vor uns da waren. Sie wissen die Antwort. Aber dafür müssen wir uns runter lassen, von unserem selbst erschaffenen Thron und zu unseren Füßen und unter unsere Füße blicken. Erde und Herzraum. Darm und Lunge. Erythrozyten und Chlorophyll. All das sind Geschwister. Nur wer starke Wurzeln hat, kann auch fliegen lernen und das Bewusstsein erweitern. Es wird Zeit hinzusehen, zu jenen Pionieren, die beständig an Veränderungen arbeiten, zu den abseits Lebenden. Neuen Ideen, anderen Meinungen und Ansichten Raum geben, und seien sie auf den ersten Blick noch so „abstrakt“.

Sehen wir Corona als Chance, darüber nachzudenken. Dinge und Zusammenhänge zu erkennen, die wir vorher nicht gesehen haben. Als Chance, eigene kreative Ideen zu entwickeln, zu verwirklichen und in die Welt zu bringen, als Schöpferwesen, die mit der Veränderung gehen. All die Grenzen sprengen, die wir uns selbst auferlegt haben. Geht nicht gibts nicht.

Möge sich jeder Einzelne von uns selbst ein Bild machen. Raustreten, hinsehen, Blickwinkel verändern, lernen. Neue Wege gehen – Stets das Kollektiv im Blick, denn nichts geschieht getrennt voneinander. Jede Handlung, jeder Gedanke des Einzelnen hat Auswirkung auf das große Ganze, schlägt Wellen im Ozean des Lebens. Nehmen wir uns ein Herz, atmen tief durch und gehen weiter.

Herzlichst

(c) Yvonne Wildnatur
Schamanin