Unaufhaltsam in Bewegung, denn Stillstand ist nicht vorgesehen. Veränderungen kommen und gehen. Epochen, Zeitalter, Kulturen, Traditionen kommen und gehen. Unablässig bewegen wir uns im ewigen Rad der Zeit. Müssen zusehen, das wir Schritt halten, damit wir nicht unter die Räder kommen oder gegen die Wand fahren. Manchmal spulen wir die Kassette nochmal ab, um zu reflektieren. Um zu sehen, was der Veränderung bedarf, um mit zu gehen. Manches muss sterben, manch Eingefahrenes über Board geworfen werden, manches bedarf der Wandlung. Oft müssen wir uns neu erschaffen, die Richtung ändern. Leben ist Bewegung und eine entsprechende Herausforderung. Gerade wenn große Epochenwechsel von Statten gehen, Krieg herrscht, alte Zeiten ein für alle mal ausgedient haben, dann liegt es an uns Selbst – einen jeden von uns, wie wir darauf reagieren. Was es für uns Selbst bedeutet ohne das große Ganze außer acht zu lassen.

Raido lässt uns vorwärts gehen. Aber dieses Urprinzip erfordert Handlung und Aktivität, Reaktion. Wir können Dinge gut steuern, wenn wir wach, bei klarem Verstand sind und nicht einschlafen. Das Rad der Zeit ist nicht zimperlich, dafür voller Kraft. Es zeigt uns Wege, lässt uns aber auch selbst fleißig arbeiten. Denn gehen müssen wir unseren Weg Selbst. Auch die Richtung entscheiden wir immer wieder Selbst. Und somit verantworten wir unsere Entscheidungen im Bewusstsein unserer Selbst. Das ist befreiend. Denn so befreien wir andere von Schuld und uns Selbst davon, uns über die Angelegenheiten anderer Gedanken zu machen. Auch das gibt Energie frei. Energie, die wir nutzen können, um unseren Platz im großen Ganzen anzunehmen. Denn auch das ist eine höchst verantwortungsvolle, aber erfüllende Aufgabe. Eine Aufgabe, deren Preis Mut und Herzblut ist. Die Fähigkeit, immer wieder loszulassen und zu vertrauen. Und zuweilen eine große Portion Humor, wenn auch manchmal Galgenhumor. Denn Verschleiß, Unfälle, Probleme, Frust, Tränen lassen sich nicht immer vermeiden. Manchmal ist der Trümmerhaufen auch größer als geplant und wir gleichen eher einer dreckigen schwarzen Pfütze als dem bewegten Leben. Deswegen direkt aufzugeben, sollte nicht zur Depatte stehen. Für gewöhnlich lässt sich der Karren wieder aus den Dreck ziehen und wir sind schlauer, kreativer und größer als zuvor.

Wir alle sind nun Pioniere auf der Reise in eine neue Epoche mit neuen Wegen und neuen Hindernissen.

Lasst uns die Pferde satteln, die Segel in den Wind setzen, mit den Veränderungen gehen. Stürme zum vorwärts kommen nutzen. Verstopfungen, Hindernisse in Form von überholten Glaubenssätzen beispielsweise beseitigen. So wird uns das Rad der Zeit sicher zu neuen Zielen bringen. Im großen Abenteuer des Lebens.

(c) Yvonne Wildnatur