Natürlich ist es erstmal ungewohnt. Und es werfen sich viele Fragen auf – werd ich davon krank, wie geht das, wie fühlt sich das an, wieso sollt ich, wie lange geht das, bis zu welcher Temperatur???

Erstmal frei nach Pfarrer Kneipp –

„am Anfang der Abhärtung bleibt immer das Barfuß gehen. Es gewöhnt unsere Natur (den Körper) am meisten an die Erde. Dabei wird das Blut nach unten geleitet, der Blutumlauf geregelt und die Füße gekräftigt…“

Das allein sagt schon sehr viel dazu aus. Es ist tatsächlich so, das es unglaublich abhärtend wirkt und das Immunsystem puscht. Im Winter-Halbjahr haben wir noch den besseren Kneipp-Effekt als im Sommer, da wir natürlich mehr Temperaturvariablen haben und das ist gut, dafür ist der Körper gemacht, es ist normal für ihn. Dagegen ist eine gleichmäßig warm temperierte Umgebung nicht normal, nicht vorgesehen und eine Erfindung der neueren Zeit. Für gewöhnlich berichten Ganzjahres-Barfüßer, das sie sich kaum mehr erkälten.

Natürlich muss man das nicht übertreiben bis man Frostbeulen bekommt, das wäre ganz klar nicht im Sinne des Erfinders. Aber richtig genutzt kann es sehr viel für unsere Gesundheit bringen und reduziert die typisch kalten Frauenfüße auf ein Minimum bis Null, weil die Durchblutung bis in den letzten Zeh viel besser funktioniert.

Es gibt Herangehensweisen, wie man das gut trainieren kann. Am Anfang steht erstmal das warm laufen.

Und dann geht man am besten erstmal völlig wertfrei an die Sache ran. Fühlen und wahrnehmen, was mit den Fußsohlen passiert, wie sich das anfühlt. Vielleicht kühl ja, aber vielleicht auch gar nicht so unangenehm?

Ihr braucht keine Angst zu haben, das ihr auf meinen Wanderungen Frostbeulen an den Füße bekommt. Ich zeige euch Möglichkeiten für gutes, angenehmes Training. Und wir laufen Etappenweise. Sehr gut ist es, wenn ihr warme, kuschelige Socken/Wollsocken dabei habt. Da kann dann die Fußheizung zwischen den Abschnitten gut arbeiten.

Das Wichtigste bei der Sache ist, das euch oben rum schön warm ist. Das kann in dem Fall ruhig schon mal eine Lage mehr sein als sonst.

Nur wenn ihr Nieren- oder Blasenkrank seid ist es erstmal nicht so gut, in der Kälte damit anzufangen. Bitte beachtet auch eine Rücksprache mit eurem Arzt, wenn ihr Diabetes habt, wegen eventuellen Verletzungen, die natürlich in der Natur auch möglich sind.

Meine Erfahrungswerte liegen bei allen möglichen Werten: Trockene Kälte und Waldboden bis -13°C, Eis, Pulverschnee, nasser Schnee, Schmuddelwetter in allen Variationen…

Ich freue mich, wenn ihr euch auf diese nicht ganz Gewöhnliche, aber sehr schöne Erfahrung einlassen wollt.

Aber: Falsches Heldentum ist hier fehl am Platz! Natürlich hört ihr auf euren Körper, wenn es genug ist, ist es genug. An die Grenzen gehen ja, aber nicht darüber hinaus. Jeder hat dabei seine eigenen Grenzen die beachtet werden sollten. Es ist sehr wichtig das es euch dabei gut geht, denn nur so hat es auch einen Nutzen.

Bitte bei einer Wanderung mitbringen / an haben:

Warmes Getränk, Snacks, kleines Handtuch, oben rum ausreichend warme Klamotten, warme kuschelige Socken, bequeme Schuhe