Das Thema Corona und Lockdown feiert bald 1-jähriges. Noch immer ist die ganze Welt schier am durchdrehen, ein Ende noch lange nicht in Sicht. Die Machtelite leckt sich die Finger wund und trinkt Blut aus edlem Kristall.

Und dann sind da wir, das Volk. Die normalen Menschen mit Jobs, Kindern, Familie. Getrieben in den nackten Spiegel der Existenz. Wir werden an unserer Basis durchgerüttelt, wach gerüttelt. Auch hier in Deutschland, von scheinbarer Sicherheit verwöhnt, geht es nun für viele an die Basis des Lebens, des Überlebens. Die Grundbedürfnisse bekommen neue Bedeutung. Nahrung, Obdach, Wärme. Wir müssen erkennen, dass es so etwas wie Sicherheit nicht gibt. Alles Leben erscheint wie ein unwirkliches Szenario eines beschissenen Films, wir mittendrin. Einige haben noch gute Jobs, kriegen von all dem kaum was mit, einige arbeiten bis zum umfallen, mehr als sonst knabbern am Rande des Abgrunds, in Existenznot.

Umdenken im großen Stil wird künftig unser Leben bestimmen, nicht nur für die nächsten Monate sondern für die komplette Zukunft von uns selbst und unserer Kinder. Wir müssen erkennen, das Nahrung nicht im Supermarkt wächst. Strom auch nicht immer aus der Steckdose kommt, wenn wir die Rechnung nicht bezahlen. Warmes Wasser aus der Leitung ein echtes Luxusgut ist. Die Berieselung aus den Mainstream-Medien schlecht fürs Hirn und Gemüt ist – ein Verblödungskommando. Menschlichkeit und Miteinander muss und wird neue Bedeutung bekommen. Wir müssen wieder lernen, wo unsere Ressourcen wirklich her kommen. Das Industriezeitalter ist zum sterben verurteilt.

Es ist nicht leicht, hier Nerven zu bewahren. Vor allem, in Balance zu bleiben und nicht die Hoffnung zu verlieren. Die einen verkaufen Panik und Weltuntergang wieder andere fassadiges Lichtliebe Selbstliebe Dauergrinsen… Wenn man da mal keinen Schreikrampf bekommt. Jedem, dem das Wasser bis zum Hals steht, erscheint hier eine oberflächliche Lieblichkeit wie ein Hohn auf die man nur kotzen kann. Denn Mensch ist nunmal Mensch mit vielen emotionalen Variablen. Wir tanzen den Tanz der Extreme zwischen Leben und Tod.

Und inmitten des ganzen Dramas geht kein Weg daran vorbei, direkt in den eigenen Spiegel der Existenz zu blicken. Nackt, allein. In die Höhen, Tiefen des eigenen Lebens. Die Verletzungen. Die Hoffnung, die Gnade. Tief auf unsere Seelenebene. Ohne die Stimmen der Konventionen der Gesellschaft im Nacken.

Wie geht es weiter? Beuge ich mich meinem Schicksal oder bestimme ich es selbst? Was habe ich für Möglichkeiten?

Wir Menschen sind selten so ausgeliefert und hilflos wie man uns das glauben machen will. Ganz und gar nicht. Daran gilt es anzuknüpfen und Lösungen zu finden. Welche das sein kann und wird, entscheidet jeder in Selbstverantwortung. Selbstverantwortung – dieses mysteriöse Etwas müssen wir wieder lernen. Und zwar fix. Denn dann sind wir keine Opfer mehr und Dramen können beendet werden.

Wie oft… beginnt der Funke erst dann wieder zu zünden, wenn scheinbar alles verloren ist, wächst Mut, dort, wo vorher Hoffnungslosigkeit war. Denn jeder Tod birgt auch neues Leben in sich.

Für eine gute Zukunft für uns alle. Für Heilung. Für unsere eigenen Seele, für die, die vor uns waren und nach uns kommen.