Tief verwurzelt und lange aufgebaut, lange unterdrückt, über Generationen. Schmerz, Wut, Groll, Verzweiflung, Verbitterung, Scham und Ohnmacht. Soll er heilen und transformiert werden, so kommst du nicht umhin ihn nochmal in Gänze zu fühlen, sobald der Prozess im Gange ist und du dich entschieden hast diesen Weg zu gehen, und all das aufzulösen.

Du spürst ihn durch und durch, den Schmerz deiner Ahnen der auch dein eigener Schmerz ist. Er wird dir gewahr auf allen Ebenen. Im Körper, in den Emotionen, in deinem Verhalten, in der Seele. Und er sitzt tief und es tut sehr weh, sobald er sich ins Bewusstsein schiebt. Er verlangt, schreit danach, endlich gesehen und gewürdigt zu werden. Er bettelt um Aufmerksamkeit, laut und ohne Gnade. Es brodelt heiß im Kessel der Wandlung, du mittendrin, im Sumpf der Seelen, die klagen und weinen. Kreaturen mit bitteren Blicken. Sieh hinein in deinen Spiegel. Den Spiegel deiner Existenz.

Nun habe den Mut, es bleibt keine Wahl. Bringe zu Ende was du begonnen hast. Sie hin, vergebe, allen die dich verletzt haben, und vor allem auch dir selbst. Bitte um Vergebung, allen, die du verletzt hast. Schließe Frieden. Nimm ihn an, den Schmerz. Und er wird in Dankbarkeit gehen. Vielleicht fühlst du dich erstmal Schwach und Wund, denn diese Arbeit fordert ihren Tribut, sie strengt sehr an. Wisse, du hast sehr viel geleistet, für dich, für die die vor dir waren und nach dir kommen. Gönne dir Ruhe, habe Geduld und vertraue darauf das die Kraft zurück kommt. Nimm an die Gnade, die dir gewahr wird. Sie das natürliche Licht in deinem Herzen, sanft strahlend, aber nicht blendend. bist du nun frei, deinen Seelenweg zu gehen und deine Aufgabe hier zu erfüllen. Gehe. In Frieden. Deinen eigenen Weg.

Yvonne
Schamanin