Aus dem Wildnatur Sammelkörbchen ins Wildnatur Testlabor:

Neophyten sind unbeliebt. Und doch sind auch sie vielseitig verwendbar. So mancher entpuppt sich als wertvoller Tausendsassa. So wie der gerade entdeckte Japanische Staudenknöterich. Der kommt direkt in die Pfanne…. dabei sollte man aber beachten, das er wie auch Sauerampfer und Rhabarber einen gewissen Gehalt an Oxalsäure hat und daher nicht regelmäßig oder in größeren Mengen verzehrt werden sollte. Sie alle gehören zur gleiche Pflanzenfamilie. Oxalsäure führt bei Überdosierung zu Vergiftungsreaktionen, meist im Magen-Darm-Bereich. Manche Menschen haben auch Probleme mit geringeren Mengen. Oxalsäure hemmt auch die Eisenaufnahme. Frauen sollten das rund um die Blutung beachten.

Hier ein ausführlicher Infolink zur Pflanze:

Der japanische Staudenknöterich – einst dazu gedacht mit wenig Arbeit, viel Futter für heimisches Vieh zu bieten und dafür aus Asien hier eingebürgert. Nun frisst aber deutsches Weidevieh kein asiatisches Futter – shit happens. Nun ganz frech selbstständig gemacht… und sich selbst verbreitend sorgt er für jede Menge Unmut. Oft rückt man ihn mit schwerem Gerät zu Leibe – und scheitert.

Ich bin ja der Meinung das nichts umsonst wächst und alles was sich hier ansiedelt seine Daseinsberechtigung hat. Seien wir auch hier nicht rassistisch und heißen Neuankömmlinge willkommen. Denn Pflanzen sind Anpassungskünstler und schon auf diesem Planeten, lange bevor es überhaupt ansatzweise tierisches Leben gab. Auch kannst du davon ausgehen, das alles, was um dich herum in deinem Garten wächst, eine Bedeutung für dich hat.

So werd ich mich dieser vielseitigen und sich in Fülle aufdrängenden Pflanze mal widmen und sie regelmäßig in mein Sammelkörbchen legen. Diesen Blog werde ich daher regelmäßig erweitern, weil es viel zu entdecken gibt. Also immer mal wieder schauen.

Geschmackstest roher Knöterich

Sauer wie Sauerampfer oder Rhabarber. Knackig saftig, nicht faserig.

Erster Test – der Knöterich als Mittagessen

Frei-Schnauze Kreation ala Wildnatur – Asiatische Gemüse-Wilkräuterpfanne süßsauer mit Staudenknöterich

Was hab ich rein? Gemüsemischung, bunte, würzige Wildkräuter, Knöterich, rote Currypaste, Apfelsaft, Sesam. Putzen vom Knöterich: schälen wie Rhabarber, geht sehr gut. Geschmack – Rhabarberähnlich, gekocht recht neutral, fügt sich gut mit ein. Nicht länger als 5 Minuten kochen, sonst wird er matschig.

Knöterichkompott

Schmeckt fast identisch zum Rhabarberkompott und wird auch genau so gemacht. Häuten, zuckern, ich hab Vollrohrzuckee genommen, ziehen lassen bis Saft rauskommt, mit ein bissl Wasser ein paar Minuten zu Kompott einkochen, fertig.

Verarbeitung der Blätter

Das Blattwerk wird getrocknet und als Räucherwerk und Kräutertabak getestet. Freut euch auch hier auf den Testbericht.