Heilung – Wir alle wollen das. Doch haben wir im Verlauf der Menschheitsgeschichte die eigene Verantwortung für unser Wohl und unseren Körper so nach und nach bis vollständig abgegeben. Unser Körper, unser Geist, unsere Seele sind uns selbst fremd geworden. Denn Religion und Esoterik, Medizin und Wissenschaft haben uns Gurus, Heilsversprechen und Wunderpillen als goldene Kälber verkauft und geblendet mit ihren Allmachtsfantasien und falschen Hoffnungen. Uns in ein System gesteckt und Individualität so gut es geht ausgerottet.

Der Tod wurde als Teil des Lebens verbannt und schwarz gemalt. Und Angst greift nun um sich… So schmeißen wir all den goldenen Kälbern unsere Münzen in den Rachen und lassen uns sogar Gift injizieren, um dem Tod zu entkommen – und laufen ihm so noch schneller entgegen, ohne es zu merken.

Jedoch ist und war seit eh und je kaum jemand wirklich an unserer Gesundheit, Wohlbefinden und Heilung interessiert, lediglich an unserer Anbetung und an unserem Geldbeutel. Sowie an unserer Lebenskraft als domestizierte, gläubige Systemidioten.

Wir selbst ganz alleine sind es, die Interesse daran haben, doch faul geworden, uns selbst darum zu kümmern. Es ist bequemer, sich Pillen einzuwerfen und sich von einem Guru das Leben erklären zu lassen, als sich selbst auf den Weg zu machen. Denn der Weg der Heilung in Selbstverantwortung ist alles andere als bequem und weit mehr als Symptombekämpfung. Heilung ist keine einheitliche Definition, sondern so individuell, wie jeder Mensch ist. Manchmal bedeutet es auch, zu sterben.

Ein guter Arzt, Heiler, Priester, Schamane kann lediglich Impulse geben, Möglichkeiten aufzeigen, unseren Blick schärfen, ein Stück Weg begleiten, vorübergehend Symptome lindern, hier und da mal was flicken, doch arbeiten müssen wir selbst. Den Weg selbst gehen. Das kann niemand sonst für uns tun.

Daher ist es nun höchste Zeit, wieder Eigenverantwortung und Individualität zu lernen und zu leben. So bewahren wir unsere Würde und unser Selbst. Und müssen niemanden mehr die Schuld für unser Leben in die Schuhe schieben. Das macht frei und gesund – was auch immer das für jeden einzelnen bedeutet. Und es lässt uns das Leben an sich in seiner Größe erfassen und entsprechend ehren. Dann brauchen wir auch keinen spirituellen Vorbilder mehr die wir anhimmeln, denn wir leben unseren ganz eigenen, zauberhaften Spirit von ganz alleine.

Yvonne